3D Berechnungsgitter

Was ein Berechnungsgitter ist

Das Berechnungsgitter beschreibt bei der numerischen Strömungssimulation die Punkte, an denen die Lösung der Strömungsgleichungen ausgewertet wird. Stabilität und Genauigkeit der Berechnung hängen stark von Typ und Qualität des Rechengitters ab.
Falls der Nutzer auch die Temperaturen der festen Teile berechnen möchte, müsste das Gitter auch diese Teile umfassen.

 


An die Geometrie angepasstes Hexa-Gitter

An die Geometrie angepasstes unstrukturiertes Tetra-Gitter

An die Geometrie angepasstes Gitter

Für diesen Typ von Gittern müssen die Gitterlinien der Körpergeometrie folgen. Das Gitter für die flüssigen Medien wird zuerst generiert, in dem das Negativ der CAD-Geometrie, also das freie Volumen zwischen den festen Teilen, definiert wird. Dieses Volumen wird dann in kleinere Bereiche, so genannte Gitterzellen, aufgeteilt.
Wenn die Gitterqualität höchsten Ansprüchen genügen soll, ist ein reines Hexaedergitter erforderlich. Der Rechenbereich wird im CAD-Programm oder im Gitterprogramm in Blöcke zerteilt, die dann in Hexaeder-Zellen zerteilt werden. Sehr verbreitet sind auch numerische Verfahren, die auf unstrukturierten Gittern, mit Grundelementen wie Dreiecken (in 2D) oder Tetraedern (in 3D) basieren. Das Gitterprogramm generiert mehrheitlich automatisch Zellen, die dem Verlauf der Geometrie angepasst sind. Bei komplexen Geometrien ist es sehr aufwendig, ein gutes Tetraedergitter zu erstellen; stark verzerrte Zellen würden die Rechenkonvergenz verhindern. Der Benutzer muss deshalb intervenieren und die richtigen Parameter manuell setzen.
Kombinationen von Tetraedern und Hexaedern sind üblich, wie Sie im unteren linken Bild sehen können.

 


Mischung strukturierten Hexa-Gitters und unstrukturierten Tetra-Gitters

 

   Kartesisches Gitter         

Kartesisches Gitter

Die bessere Alternative zu den an die Geometrie angepassten Gittern bietet das kartesische Gitter. CFD-Software wie FloTherm® oder FloEFD®  ermöglichen genauere und effizientere Algorithmen. Die Körpergeometrie wird anschaulich in das Berechnungsgitter versenkt (engl. “immersed”). Hier können die Gitterlinien aber nicht an eine komplexe Körpergeometrie angepasst werden. Wenn die Ränder (engl. “boundaries”) des Körpers nicht mit dem Berechnungsgitter übereinstimmen, werden Interpolationen benötigt, um den Versatz des Geometrierandes zum Berechnungsgitter auszugleichen. Der effizientere Lösungsalgorithmus für das kartesische Gitter wird trotz der Interpolation beibehalten. Mit der "Immersed Boundary" Methode ist es einfach, komplexe Geometrien zu simulieren, da das kartesische Gitter immer erhalten bleibt und der Körper nur in das Gitter versenkt wird.

rotation und bewegtes Gitter

Das gesamte rotierende Bereich kann durch die Eingabe eines rotierenden Koordinatensystems definiert werden, zum Beispiel für Pumpen und Turbomaschine. Der Übergang vom rotierenden zum festen Bereich erfolgt durch eine Mischungsebene.

Eine genauere Methode, um die Rotation zu simulieren ist das bewegte Gitter. Dabei wird die Strömung instationär durch die Eingabe von Zeitschritten berechnet; das rotierende Bereich wird für jeden Zeitschritt neu positioniert. Die Rechenzeit ist deutlich länger als mit einem rotierenden Koordinatensystem. Das bewegte Gitter musste benutzt werden, wenn die Strömung aufgrund von unregelmässigen Gegenständen auch unregelmässig über den Umfang zu erwarten ist, zum Beispiel für die Auslegung von Axiallüftern. Die Methode des bewegten Gitters ist bei aller herkömmlichen CFD-Software verfügbar.

 
     Bewegtes kartesisches Gitter für einen Radiallüfter 
 

 

 

Startseite  I  Beratung  I  Kontakt   I  zum Seitenanfang